Ostdeutsches Baumarchiv

Fröhlich - Wege zu alten Bäumen - Brandenburg - Nr 21 - Schwarzer Maulbeerbaum in Maulbeerwalde

Fröhlich - Wege zu alten Bäumen - Brandenburg - Nr 21 - Schwarzer Maulbeerbaum in Maulbeerwalde [Foto groß ansehen] Weißer Maulbeerbaum (Morus alba) in Maulbeerwalde.



Hier irrt Fröhlich. Es handelt sich nicht um einen schwarzen Maulbeerbaum (Morus nigra) sondern um einen weißen Maulbeerbaum. Der schwarze Maulbeerbaum ist auch gar nicht zur Seidenraupenzucht geeignet, stammt aus Persien und wird von der aus China stammenden Seidenraupe gar nicht als Nahrung angenommen.

Bizarr gewachsen, breiter als hoch durch den einen langen waagerechten Kronenast (durch Lichtdruck einer großen Eiche gegenüber am Weg). Spärliche Vitalität, aber immer noch am Leben. Über 15 Jahre hinweg praktisch kein Umfangszuwachs.

Im Jahr 2000 leider aus dem Status als Naturdenkmal entlassen.



Text bei Fröhlich: Abgängig, vielTotholz. Maulbeerwalde entstand im Jahre 1752 durch Ansiedlung von Kolonisten durch Friedrich II. Dieser ließ Maulbeerbäume für die Seidenraupenzucht, die nach 1802 aber eingestellt wurde, pflanzen.

Daten bei Fröhlich (1994): 200-240 Jahre, Höhe 7 m, Umfang 180 cm, Krone 8 m.

Standort: Etwa 1km östlich von Maulbeerwalde,an der Straße nach Zaatzke, auf der linken Wegseite.

Landkreis: Ostprignitz-Ruppin.



Besucht in den Jahren: 1999, 2003, 2013.

Umfang 2013: 181 cm. Photo hier aus dem Jahr 2003.

Naturdenkmal: Nein nicht mehr.



Vitaler, wüchsiger Solitär. Alter bei Fröhlich leicht überschätzt. maximal 200 Jahre.



GPS-Koordinaten: 53.178123, 12.363148.



Quellen: NDVO (1956): Verordnung über die Naturdenkmale im Kreis Wittstock; NDVO (2000): Verordnung über die Entlassung von Naturdenkmale im Landkreis Ostprignitz-Ruppin.



vorheriges Foto nächstes Foto