Ostdeutsches Baumarchiv

Eiche am Krummen See bei Niegleve (Quercus robur), Umfang 5,89 m

Eiche am Krummen See bei Niegleve (Quercus robur), Umfang 5,89 m [Foto groß ansehen] Solitäre Stieleiche an einem Söll. Bei meinem Besuch am Ende des extrem trockenen Sommer 2018, auf einer eintägigen Fahrradtour von Bahnhof Lalendorf zu den vielen Feldeichen in dieser Ecke Mecklenburgs, war das Söll komplett trocken gefallen. Das das in vergangenen Zeiten nicht so war, zeigen die Wurzelanläufe und -überwallungen am Stammfuß der Eiche. Ehemals muss dort auch über längere Zeit eine Wasserkante angestanden haben, wahrscheinlich ist dieser Wasserstand schon länger nicht mehr erreicht worden. Ein eindeutiges Zeichen für die Veränderung des Klimas zu mehr Trockenheit hin.
Die Eiche scheint damit ebenfalls ihre Probleme zu haben, sie zeigte sich wipfeldürr. Möglicherweise aus anderen Gründen, oder "nur" nachlassende Vitalität aufgrund ihres Alters. Ich sehe hier aber eher ein Beispiel für die Auswirkungen des Klimawandels. Die Eiche war möglicherweise von klein auf an eine gute Wasserversorgung gewöhnt, Veränderungen bekommen ihr nicht gut, zumal die Fähigkeit zur Anpassung an die Veränderung ihrer Lebensbedingungen mit zunehmenden Alter sicher nachlässt.
In unmittelbarer Nähe, am Westufer des Krummen Sees stehen über ein Dutzend weitere Feldeichen, zum Teil mit Umfängen knapp über 5 m. Sehenswert!.

Ort: Niegleve.
Landkreis: Güstrow.
Besucht in den Jahren: 2012, 2018.
Umfang: 589 cm, gemessen in 1,3 m ab oberer Hangkante im Jahr 2018.
Photo aus dem Jahr 2018.
Naturdenkmal: Ja.

Unweit nordwestlich, Richtung Schlieffenberg, steht an der Straße eine Stieleiche mit ungewöhnlich beuligem Stamm einer "Wuchereiche" gleich.

GPS-Koordinaten: 53.799981, 12.397124.

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