Ostdeutsches Baumarchiv

Traubeneiche an der Wildschweinsuhle im Hohen Rott, Umfang 5,31 m

Traubeneiche an der Wildschweinsuhle im Hohen Rott, Umfang 5,31 m [Foto groß ansehen] Auf dem Hohen Rott stehen, über die Jahre Bestand eingewachsene alte Eichenüberhälter. Stieleichen (Quercus robur) und Traubeneichen (Quercus petraea). Habitus und Kronenform lassen darauf schließen, dass sie einst im Freistand erwachsen sind, ebenso wie der Text im Forstbotanischen Merkbuch für Brandenburg, wo sie um 1900 bereits beschrieben werden.
Für die Lichtbaumart Eiche ist die, durch den nachwachsenden Bestand, oft mit schneller wüchsigen Baumarten wie Kiefer, Fichte, Buche oder Ahorn, entstehende Verschattung lebensbedrohlich. Verschattete Äste und Kronenteile sterben schnell ab. Der Baum muss sich mehr strecken, schneller und höher wachsen, die Krone wird überlastet, instabil und bricht mehr und mehr aus.
Freistellung täte Not um diese Baumriesen zu erhalten, so wie bei dieser mächtigen alten Traubeneiche, die den Bestand noch zum Teil zu überragen vermag.

Ein weiterer großer, alter Traubeneichen-Überhälter steht wenige hundert Meter entfernt.

Ort: Nennhausen.
Landkreis: Havelland.
Naturdenkmal: Nein.

Besucht in den Jahren: 2007, 2009, 2019.
Umfang 2019: 531 cm. Photo hier ebenfalls aus dem Jahr 2019.

Hier gehts zu einer Wanderung von Nennhausen in das Hohe Rott zu den alten Eichen.

Quellen: HAUCHECORNE: BArch B 245/256 und 245/257, Sammlung, Forstbotanisches Merkbuch der Provinz Brandenburg der Staatlichen Stelle für Naturdenkmalpflege, Berlin, 1900.

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