Ostdeutsches Baumarchiv

Erste Eiche am Feldweg bei Tessin (Quercus robur), Umfang 6,50 m

Erste Eiche am Feldweg bei Tessin (Quercus robur), Umfang 6,50 m  [Foto groß ansehen] For English version see below


Tessin ist ein Dorf voller alter, besonderer Eichen. Für einen Besuch sollte man genügend Zeit einplanen und auch etwas Ausdauer mitbringen, will man sie alle sehen und erleben.

Diese bizarre Eiche steht am Friedhofsweg am östlichen Ortsrand, der von der Straße nach Süden zum Friedhof abzweigt. In dieser Reihe stehen vier weitere starke Eichen, alle fünf sind als Naturdenkmale ausgewiesen.Doch diese erste diekt am Abzweig ist die stärkste und auch eindruckvollste der Eichen. Dabei ist sie eher klein und niedrig gewachsen, was darauf zurückzuführe8n ist,dass vor sehr langer Zeit einmal ihre gesamte Krone ausgebrochen ist. So schreibt bereits Arnswaldt 1939 in seinem Buch Mecklenburg - das Land der starken Eichen und Buchen über diese Eiche "1 Eiche mit neugebildeter Krone südwestlich Tessin an der Wegegabel".

An diesem Befund hat sich auch heute, 80 Jahre später, nichts geändert. Noch nicht einmal der seinerzeit dokumentierte Umfang von 6,50 m. Wobei der Vergleich von Messungen, insbesondere bei besonderen Wuchsformen, stets vorsichtig bewertet werden muss. Ein beeindruckender Baum, trotz seines "Verwundung" über Jahrzehnte hinweg vital und voller Lebenskraft.



Ort: Marsow.

Landkreis: Ludwigslust.

Besucht in den Jahren: 2002, 2003, 2017, 2018.

Umfang im Jahr 2017: 650 cm in 1,3 m Höhe.

Photo aus dem Jahr 2017.

Naturdenkmal: Ja.



Quellen: VON ARNSWALDT, G. (1939): Mecklenburg, das Land der starken Eichen und Buchen, Schwerin; NDVO (2001): Verordnung über Naturdenkmale des Landkreises Ludwigslust.



GPS-Koordinaten: 53.560890, 11.028278.



English version:

Tessin is a village full of old, unique oak trees. You should plan enough time for a visit and also have some endurance if you want to see and enjoy them all.

This bizarre specimen stands at the cemetery lane at the eastern edge of the village, which branches off the road south to the cemetery. In a line there are four more strong oaks, all five together are natural monuments, but this first one is the strongest and most impressive of them. It has grown quite small and short, which is due to the fact that a very long time ago its entire crown broke out. Thus forrester von Arnswaldt already wrote in 1939 in his book Mecklenburg - the land of the strong oaks and beeches about this oak "1 oak with newly formed crown southwest of Tessin at the fork of the road".

This description is the same today, 80 years later. Not even the then documented circumference of 6.50 m seems to have changed. Whereby the comparison of measurements, especially with special growth forms, must always be evaluated carefully. An impressive tree, despite its "wounds" over decades vital and full of vitality.

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