Ostdeutsches Baumarchiv

Fröhlich - Wege zu alten Bäumen - Sachsen-Anhalt - Nr 44 - Eiche am Autobahnparkplatz bei Möckern

Fröhlich - Wege zu alten Bäumen - Sachsen-Anhalt - Nr 44 - Eiche am Autobahnparkplatz bei Möckern [Foto groß ansehen] Text bei Fröhlich: Stieleiche, Stamm im unteren Abschnitt hohl, Verastung in etwa 1,5 m Höhe, sehr breite Krone. Naturdenkmal: Ja.
Daten bei Fröhlich (1994): 300 Jahre, Höhe 38 m, Umfang 515 cm, Krone 30 m.
Standort: 100 m südlich der Autobahn Berlin-Hannover, am Parkplatz bei Kilometer 65,3.
Landkreis: Jerichower Land.

Besucht in den Jahren: 2022.
Umfang 2022: 595 cm. Photo hier ebenfalls aus dem Jahr 2022.
Naturdenkmal: Ja.
Baumart: Stiel-Eiche, Quercus robur.

Im Jahr 2003 hatten wir die Eiche nicht gefunden, im Jahr 2005 hatten wir es gar nicht mehr versucht. Später war uns aufgefallen, dass die Standortortangabe bei FRÖHLICH (1994) widersprüchlich ist, die zwei wesentlichen Informationen bezeichnen zwei verschiedene Orte.
Zweiter Anlauf ist erfolgt, endlich, nach 19 Jahren des "auf der Liste haben" und .... ERFOLG! ... es gibt den Baum noch und fast auf den Meter genau dort, wie in der einen Ortsangabe angegeben. Dennoch kostete es einige Zeit mit dem Rad vor Ort, trotz guter Vorbereitung. Die Waldwege sind zum Teil nicht mehr genutzt und zugewachsen, das Rad musste am Ende etliche Meter geschoben werden und letztlich ist der Baum auch erst spät im Bestand sichtbar. Zugang von hinten durch die Brust ins Auge, weil zuerst ein "Betreten verboten - Munitionsbelastetes Gebiet" Schild irritierte, aber im Nachhinein und durch den Umweg erkennbar auf der falschen Seite am falschen Weg aufgetsellt, der Zugang zur Eiche ist sicher.
Leider hat sie arg gelitten, zahlreiche tief angesetzte starke Kronenäste sind abgebrochen, die Krone ist dadurch nicht mehr so breit wie bei FRÖHLiCH angegeben. Einer der beiden Zwiesel ab 5 m ist abgestorben, und nur noch der westliche Kronenteil ist vital. Durch beides hat sie bestimmt drei Viertel ihrer Krone verloren. Den Stamm zieren zwei breite Blitznarben, um den Stammfuß Ameisenhaufen und die liegenden abgenbrochenen Stämme.

Quellen: FRÖHLICH, H.J. (1994): Wege zu alten Bäumen, Band 7 Sachsen-Anhalt, WDV Wirtschaftsdienst, Frankfurt a. M.; NDVO (2005): Verordnung über Naturdenkmale der Stadt Burg.

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