Ostdeutsches Baumarchiv

Fröhlich - Wege zu alten Bäumen - Brandenburg - Nr 166 - † Eiche in Prötzel

Fröhlich - Wege zu alten Bäumen - Brandenburg - Nr 166 - † Eiche in Prötzel [Foto groß ansehen] Eiche in Prötzel.



Text bei Fröhlich (1994): Stieleiche, gewaltiger Stamm, viele Totäste, große Astlöcher, Risse, Narben, gedrehte Rinde, ein Zwieselarm der Krone abgebrochen und abgestorben.

Daten bei Fröhlich (1994): 400-500 Jahre, Höhe 28 m, Umfang 640 cm, Krone 17 m.

Standort: Weg vom Gutshaus an der Hauptstraße nach Osten um den See herum. Am Waldbeginn, am Südrand des Sees, stehen die Reste einer abgestorbenen Eiche. Etwa 250-300 m weiter steht die Eiche. Um den See herum stehen weitere alte Bäume.

Landkreis: Märkisch-Oderland.



Naturdenkmal: Ehemals, seit 1949, bereits 1910 erwähnt .

Besucht in den Jahren: 2000, 2001, 2003, 2004, 2006, 2009, 2015.

Photo aus dem Jahr 2001.

Messung zuletzt aus dem Jahr 2009: Umfang 6,65 m.



Von 2000 bis zum Jahr 2006 konnten wir zu verschiedenen Jahreszeiten diese prächtige Eiche bewundern. Im Jahr 2009 war die Krone in ca. 5 m Höhe komplett abgebrochen, am Torso nur noch ein paar lebende Zweige vorhanden. 2015 war dieser Baumriese dann, wie zu erwarten war, vollständig abgestorben.

So wie ihr erging es leider beinahe allen anderen Stark- und Alteichen im ehemaligen Tiergarten des Parks. Über 20 Jahre hinweg mussten wir ihrem Sterben zu sehen. Nur eine Eiche mit 6 m Umfang hat zuletzt bis heute überlebt, aber auch ihre Krone ist schmal, von Astausbrüchen gezeichnet und reduziert.

Bereits im Entwurf des Forstbotanischen Merkbuchs für die Provinz Brandenburg (1900-1910) sind die Alteichen erwähnt, und mit Sicherheit war auch diese Eiche eine der genannten vermessenen: "Im Tiergarten auf der Südseite des Schlosses viele starke alte Stieleichen am westlichen Eingange links am Wege eine solche von 5,35 m U., 17 m H. und 8 m Kd, weiterhin eine Stieleiche von 5,57 m U."


Die letzte überlebende der Starkeichen des Tiergartens wird hier vorgestellt. .


Quellen: HAUCHECORNE: BArch B 245/256 und 245/257, Sammlung, Forstbotanisches Merkbuch der Provinz Brandenburg der Staatlichen Stelle für Naturdenkmalpflege, Berlin, 1900; NDVO (1950): Verordnung über Naturdenkmale des Kreises Oberbarnim.



GPS-Koordinaten: 52.632536, 13.989305.

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