Ostdeutsches Baumarchiv

Eiche an der Försterei Friedrichswalde bei Glöwen, Umfang 6,15 m

Eiche an der Försterei Friedrichswalde bei Glöwen, Umfang 6,15 m [Foto groß ansehen] Ein kleines, verstecktes Juwel ist die knorrige alte Eiche. Die große Straße von Glöwen nach Havelberg führt nur wenige Meter entfernt vorbei und doch bleibt ihre Entdeckung den staunenden Augen der Radfahrer und Wanderer vorbehalten. Schon im Entwurf für das Forstbotanische Merkbuch für die Mark Brandenburg (HAUCHECORNE 1900) werden "... in der Nähe des Forsthauses an der Landstraße Havelberg-Glöwen 7 Stieleichen 3,80 – 5,70 m U, 25 m H; einzelne vollkommen frsch und gesund, besonders eine beim Forsthause ..." erwähnt. Jene zuletzt genannte muss über 100 Jahre später unser heute noch vorhandener Eichenveteran sein. Die anderen, seinerzeit teilweise bereits als "überständig und hohl" bezeichnet, gibt es nicht mehr, die letzten wurden noch zu DDR-Zeiten entfernt oder fielen um. Doch leider hat auch diese letzte übriggebliebene Eiche wahrscheinlich ihr Lebensende erreicht. Auch ihr Stamm und ihre Krone sind vom Leben gezeichnet, doch bei unserem letzten Besuch erschraken wir ob ihres schlechten Zustandes und der Abnhame an Vitalität seit 2015. Ein Großteil der Krone ist erst in den letzten beiden Jahren abgestorben, der Rest nur noch spärlich belaubt.

Ort: Friedrichswalde bei Glöwen.
Landkreis: Prignitz.
Standort: Am Weg vor der Försetrei.
Naturdenkmal: Nein.
Baumart: Stiel-Eiche, Quercus robur.

Besucht in den Jahren: 2003, 2009, 2015, 2021.
Umfang 2021: 615 cm. Photo hier aus dem Jahr 2015.

Quellen: HAUCHECORNE: BArch B 245/256 und 245/257, Sammlung, Forstbotanisches Merkbuch der Provinz Brandenburg der Staatlichen Stelle für Naturdenkmalpflege, Berlin, 1900; NDVO (1971): Verordnung über Naturdenkmale im Kreis Perleberg.

GPS-Koordinaten: 52.891220, 12.083129.

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